Kosmetikstudio

Antje Hoffmann

Informationen zum Umgang mit künstlichen Nägeln

Stabilität: ca 60 mal stabiler als der Naturnagel, das heißt nicht, daß Sie ihnen alles zumuten können.

Achten Sie darauf, das Sie mit den Fingerkuppen zufassen und nicht mit den Nägeln, so schonen Sie die Kunstnägel.

Gehen Sie vorsichtig mit den typischen Nagelbrechern z. B. Autotüren, Tankdeckel, Wohnungs- und Haustüren, Getränkedosen, Fenster um.

Vorsicht mit scharfen Reinigungsmitteln, diese können die Gelschicht angreifen z. B. bei Küche und Bad putzen.

Benutzen Sie die empfohlenen Pflegeprodukte wie Nagelöl und acetonfreien Nagellackentferner.

Bei Gartenarbeiten bitte Handschuhe tragen.

Sie können Ihre Nägel lackiert und unlackiert tragen. Ihr Naturnagel wächst ungestört weiter. Ich empfehle eine Auffüllung nach ca 3 - 4 Wochen. Sobald Sie merken, daß der Kunstnagel sich löst oder splittert, empfehle ich Ihnen  mit mir einen Reparaturtermin zu vereinbaren. Ich bemühe mich um schnelle Termine. 


Aufbau des Naturnagels

 

 

Die Nägel sind Anhangsgebilde der Haut. Die Finger- und Fußnägel bestehen aus Keratin, einen Eiweißstoff und sind ein Schutz für die Fingerkuppen, welche über ca 3.400 Nervenenden verfügen. In der Matrix (Nagelwurzel ) befinden sich Blutgefäße und Nervenbahnen.

Die Nagelplatte ist mit dem Nagelbett durch die Nagelwurzel verbunden und kann durch eine Krafteinwirkung (stoßen usw) aus dem Nagelbett gelöst werden. Die Nagelplatte besteht aus drei Hornschichten, wobei jede Schicht eine eigene Zellstruktur hat. Die obere Schicht ist die härteste und schützt das gesamte Nagelbett vor Umwelteinflüssen. Die mittlere Schicht besteht aus Keratin, sie ist weitaus weicher und verbindet sich mit der oberen Schicht. Die unterste Keratinschicht ist sehr weich und von unten betrachtet sehr empfindlich.

Die Nagelhaut ist der Schutz des gesamten Nagels und sollte in keinem Fall geschnitten werden (Verletzungsgefahr), damit keine Bakterien eindringen können.

Der gesunde Nagel wächst im Durchschnitt 0,7 mm in der Woche, wobei es auch ernährungsbedingt ist, welche Qualität die Hornschicht hat. Vitaminmangel, falsche Ernährung oder nicht die richtige Pflege sind meißtens eine der Ursachen für dünne, splittrige oder langsam wachsende Nägel, womit zu erklären ist, dass im Sommer durch viel Obst und Salate, die Finger- und Fußnägel viel schneller wachsen. Mit Vitamin E lässt sich die Nagelschicht, genau wie die Haut, vor dem Altersprozess ( austrocknen, splittrige Nägel ect) aufhalten.

Da der Nagel nicht atmet, sondern von der Blutzirkulation abhängig ist, können weitere Nagelprobleme auch hormonelle Einflüsse haben, welche sich durch eine ärtzliche Untersuchung herausstellen lässt.

Wie bei allem ist es sehr wichtig, eine ausdauernde und konsequente Pflege für ein positives Ergebnis der Qualität des Naturnagels anzuwenden.


Was der Nagel verrät


  • Blätternde Nägel                  Überfunktion der Schilddrüse
  • Löffelnagel                         Blutarmut, Eisenmangel
  • verfärbte Nägel                   chemische Einwirkungen
  • Querfurchen                       häufige Folgeerscheinung einer Krankheit
  • Längsrillen                          angeborene Schädigung der Nagelwurzel
  • Bruchnagel                         chem. Einwirkung,Kalkmangel,zuviel Hitze
  • Spaltnagel                          Überfunktion der Schiddrüse
  • weiße Flecken                       Mangelkrankheiten oder falsche Pflegesch
  • warze, blaue Flecken               Folge von Quetschungen
  • Nagelmykose                        falsche oder keine Pflege
  • Hohlnagel                           Eisenmangel, Mangel an Vitamin B
  • verdickter Nagel                   angeborene Unterfunktion der Schilddrüse


Die Form der Fingernägel


Frauen lieben gepfegte, lange Fingernägel

Schon bei den Pharaonen und in den chinesischen Kaiserdynastien war ein gepflegter und geformter Nagel " en vogue ". Im 14. Jahrhundert trugen vornehme spanische Senoritas etwas 20 cm lange Fingernägel, die auf Hochglanz poliert wurden, um so richtig Eindruck zu machen. Um 1900 schwor man auf robuste Metallscheren und Matallfeilen, um die Nägel in eine neue Form zu bringen. Diese Zeiten sind Gott sei Dank vorbei. Heute weiß man, dass die richtige Feiltechnik und die passende Nagelform zu noch schöneren und gesünderen Nägeln verhilt.


SCHNEIDEN ?  ABGELEHNT !

Auch heute noch haben Scheren, Nagelknipser und -zangen eine fast magische Anziehungskraft. Sie verleiten geradezu dazu, die Nägel damit zu bearbeiten. Es geht schön schnell und einfach. DOCH: all diese mechanischen Geräte schädigen die Nagelplatte. Durch das Schneiden und den Druck auf den Nagel entstehen mikroskopisch feine Risse in der Nagelplatte, die zu Nagelspliss führen.

Um die Nägel professionell in Form zu bringen, sollten nur hochwertige Nagelfeilen verwendet werden. Metallfeilen gehören definitiv nicht dazu und sollten auf keinen Fall für die Fingernägel benutzt werden. Besser sind nagelschonende Sandblattfeilen. Im Gegensatz zu einer Metallfeile enstehen beim Feilen mit einer Sandblattfeile keine Reibungshitze. Sie ist der Grund dafür, dass dei Nagelspitze beim Feilen aufgeraut wird. Dies führt wiederum zum zum Nagelspliss und zu brüchigen Nägeln.

Je nach Nageltyp sollte die geeignete Körnung (Grit) gewählt werden. Dabei gilt die Fausregel: Je höher die Gritzahl, desto feiner die Nagelfeilen. Nagelfeilen mit einer sehr hohen Gritzahl eignen sich hervorragend, um dünne, weiche Nägel schonend zu kürzen und in Form zu bringen. Splissige Fingernägel stellen sich nicht nur an die Pflege besondere Ansprüche, sondern auch an die Nagelfeile. Hier sollte nur eine Spezialfeile zum Einsatz kommen, um den geschwächten Nagel nicht zusätzlich zu schädigen. Eine Feile mit niedriger Gritzahl eignet sich für problemlose, starke und stabile Fingernägel. 

Kristall- und Mineralfeilen sind nicht nur sehr schonend, sie versiegeln schon beim Feilen die Nagelkannte. Während des Feilens legen sich feinste Mineralpartikel in die Zwischenräume der einzelnen Keratinschichten. Dadurch wird die Nagelkante besonders glatt. Feuchtigkeit, Chemikalien aus Reinigungsprodukten oder andere nagelstrapazierende Stoffe können nicht mehr in die Nagelspitze eindringen und die Keratinschichten voneinander lösen. Die Nagelspitze gewinnt an Stabilität und ein ganz entscheidender Faktor, der zu Nagelspliss führt, wird ausgeschlossen. Doch egal welche Feile: Generell gilt es, nur parallel zum Nagel zu feilen, niemals schräg !


Die richtige Form

Um die richtige Form zu finden, sollte die natürliche Spitze des Nagels, also das Nagelbett, berücksichtigt werden. Spiegelt sich die Form des Nagelbetts in der gesamten Form des Fingernagels wieder, sieht die ganze Hand gleich viel harmonischer aus. Die Seitenlinie des Nagels sollte bei leichtem Druck auf die Fingerbeere eine Verbindungslinie mit der Nagelfurche bilden.

Auch die Form der Fingernägel unterliegt modischer Strömungen. Galten vor Jahren noch spitze Nägel als " hip ", sind sie heute eher gerade gefeilte Nägel, die in French Look erstrahlen. Doch nicht jede Nagelform passt zu jeder Hand. Deshalb sollte die Manicure-Stylistin ihren Kunden beratend zur Seite stehen, um die optische Form für Fingernägel zu finden.


Nagellack - Der kleine Zauberer

Selbst durch die Art des Lackierens kann man Form, Länge und Breite des Nagels positiv beeinflussen. Schmale Nägel wirken größer, die Nagelfläche voll auslackiert wird. Breite Nägel kann man optisch schmaler wirken lassen, in dem man die Seiten des Nagels beim Lackieren etwas ausspart. Nägel und Hände wirken so insgesamt länger und schmaler.